Interview: Referent Wolfgang Schmid über SwimStars

14. März 2016

Wie sind Sie zu Ihrer Tätigkeit als SwimStars-Referent gekommen?

Ich habe in Heidelberg Sport studiert und dort eng mit Klaus Reischle, einem der Mitgründer des SwimStars-Programms zusammengearbeitet. Nachdem mich das Konzept begeistert hat, bin ich SwimStars-Referent geworden. Mittlerweile mache ich das seit mehr als 6 Jahren und habe in dieser Zeit verschiedensten Institutionen und Personen das Programm näher bringen können. Vom Vereinswesen über die Verbände bis hin zu Schulen war und ist alles dabei. Auch im Rahmen von B- und C-Trainerausbildungen sowie bei Fortbildungsseminaren für angehende Gymnasiallehrer referiere ich über SwimStars. Das macht mir sehr viel Spaß und ich freue mich natürlich über das rege Interesse an dem Programm.

Welches Ziel verfolgen Sie durch die Tätigkeit als SwimStars-Referent?

Wir sehen uns in der heutigen Zeit gleich mit mehreren Problemen konfrontiert: Die Schwimmfähigkeit der Deutschen nimmt immer mehr ab, die Zahl der Wasserunfälle steigt. Die Anzahl der Viertklässler, die nicht oder nicht richtig schwimmen können, ist erschreckend. Hinzu kommt die Schließung von Bädern aufgrund mangelnder Rentabilität. Das SwimStars-Konzept stellt den Spaß und die Sicherheit beim Schwimmenlernen in den Vordergrund. Das heißt, es versucht nicht nur, den Schwimmschülern technisch richtiges Schwimmen zu vermitteln, sondern sie auch über eine lange Zeit für das Schwimmen zu begeistern. So wird Schwimmen auch wieder als Gesundheitssport mehr in den Mittelpunkt gerückt. Ich denke, dass ich als SwimStars-Referent einen Beitrag dazu leisten kann, dass mehr Kinder dem Schwimmsport treu bleiben, dass mehr Kinder technisch richtig schwimmen lernen, dass es weniger Wasserunfälle gibt und dass es hoffentlich zu weniger Badschließungen kommt.

Was zeichnet das SwimStars-Programm aus?

Das Besondere an dem Programm ist, dass es von Nichtschwimmern bis zu 200m-Lagenschwimmern geeignet ist. Dabei stehen nicht etwa Strecke und Zeit im Mittelpunkt, sondern die sportmotorischen Fertigkeiten. Das Konzept beinhaltet die konsequente Ausrichtung vom Einfachen zum Schweren über alle Schwimmdisziplinen hinweg und ist sehr kind- bzw. altersgerecht aufgebaut. Durch die Vielseitigkeit des Programms lernen Schwimmschüler von Anfang an, technisch richtig zu schwimmen, können jede Situation im Wasser sicher bewältigen und werden befähigt, Schwimmen bis ins hohe Alter als Gesundheitssport zu betreiben. Das ist heutzutage alles andere als selbstverständlich.

Wie ist denn allgemein das Feedback, das Sie auf Ihren Ausbildungsveranstaltungen erhalten?

Sehr positiv. Ich muss dazu sagen, dass es allgemein schwierig ist, das gesamte Konzept innerhalb kürzester Zeit zu verstehen. So denken einige Leute bei SwimStars erst mal an eine „Materialschlacht“ aufgrund der größeren Anzahl an Abzeichen und Urkunden als sonst üblich. Damit einher geht der Vorwurf, das Programm sei zu umfangreich aufgebaut. Wenn ich aber die Langfristigkeit und Vielseitigkeit des Programms erkläre, sind die meisten schon überzeugt von dem Konzept, zumal jeder Verein selbst entscheiden kann, ob er alle Abzeichen abnimmt oder sich auf ausgewählte konzentriert. Ich habe auch sehr viel positives Feedback für den praktischen Teil der Ausbildung bekommen. Die Teilnehmer sind regelmäßig davon begeistert, was sie als Inspiration und Ideen für ihre eigene Praxis mitnehmen können. Die kind- bzw. altersgerechten Aufgabenstellungen und die spielerische Verpackung machen den meisten viel Spaß. Auch die Vielfalt der Koordinationsübungen wird oft gelobt.

Welche Kenntnisse werden den Teilnehmer/innen bei der SwimStars-Ausbildung vermittelt?

Durch die erfolgreiche Teilnahme an einer SwimStars-Ausbildung wird man zum SwimStars-Instruktor. Als solcher hat man das pädagogische und didaktische Konzept, das hinter dem Programm steckt, verstanden. Das ist eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung des Programms. Dazu gehört auch das Verständnis über die Anforderungen und Kriterien, die hinter den einzelnen SwimStars stecken. Der SwimStars-Instruktor hat außerdem ein Verständnis davon, wie er Kurse nach dem SwimStars-Prinzip aufbauen und das Schwimmtraining attraktiv und altersgerecht in den unterschiedlichen Niveaustufen gestalten kann. Zudem weiß der Teilnehmer oder die Teilnehmerin, wo und wie man sich weiterbilden bzw. seine Tätigkeit optimieren kann.

Was macht Ihnen an der SwimStars-Ausbildung am meisten Spaß?

Das Schönste ist, die Leute von einem Konzept zu begeistern, das sich doch sehr von alten Methoden abhebt. Die Tatsache, dass mir das auch bei den Skeptikern gelingt, spricht denke ich für das Programm an sich. Nach der Schulung sind die meisten Teilnehmer begeistert und das motiviert und bestätigt mich in meiner Arbeit. Außerdem gefällt mir auch der Erfahrungsaustausch mit den Teilnehmern. Wenn es die Zeit bei der Schulung erlaubt, lasse ich sie in einer Gruppenarbeit Übungsstunden zu den einzelnen SwimStars zusammen stellen. Das ist ein sehr kreativer und konstruktiver Prozess. Mir ist es sehr wichtig, gemeinsam mit den Teilnehmern Spaß bei der Veranstaltung zu haben, denn darum geht es auch bei SwimStars: Viel Spaß im Nass!

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